Donnerstag, 11. Juni 2015
17:00-19:00 Uhr
„Neue Wege für die Bessere Integration von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland”

*in Kooperation mit dem Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland
Es leben ca. 800.000 Menschen afrikanischer Herkunft/afrikanischer Diaspora in Deutschland. Über die Integration von Menschen afrikanischer Herkunft gibt es kaum Statistiken. Durch diese Veranstaltung möchte den Zentralrat der afrikanischen Gemeinde die Öffentlichkeit über den jetzigen Stand der Integration mit Menschen afrikanischer Herkunft informieren. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion werden sich mit den Hindernissen der Integration dieser Zielgruppe, sowie Lösungsansätzen entwerfen.

mit:
* Dr. Pierrette Herzberger-Fofana (erste Stadträtin mit afrikanischer Herkunft in Deutschland)
* Elombo Bolayela (SPD, Abgeordneter in der bremischen Bürgerschaft, erster
Afrikaner in einem Landesparlament in Deutschland)
* Hamidou Bouba (Mitglied des niedersächsichen Integrationsbeirates)
* Millicent Adjei (Vorsitzende des Verein ARCA Afrikanisches Bildungszentrum e.V.)
* Hamidou Dipama (Vorsitzender des Arbeitkreises Panafrikanismus München)

moderiert von:
Moctar Kamara (Vorsitzender Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland)

Freitag, 12. Juni 2015
16:00-17:30 Uhr

“Afrika in der globalen Sicherheitspolitik: Außenseiter oder aktiver Akteur?”

Nooke

Günther Nooke

Seit dem Erscheinen des letzten Entwicklungspolitischen Berichts der Bundesregierung hat sich die Landschaft globaler Entwicklung enorm verändert. Die Einteilung der Welt in eine arme Südhalbkugel und eine reiche Nordhalbkugel hat sich endgültig überlebt. Einige afrikanische Staaten sind heute wichtige globale Akteure in Politik und Wirtschaft. Daneben haben diese Länder große Bedeutung für globale Güter, die uns alle angehen: für den Klimaschutz, die Biodiversität, die Stabilität der Weltmärkte. Eine nachhaltige globale Entwicklung ist ohne Einbeziehung dieser Länder längst nicht mehr denkbar. Doch bei all diesen Aspekten; spielt Afrika in der Welt die Rolle, die ihm zukommen sollte? Woran liegt es, dass bei vielen weltpolitischen Entscheidungen afrikanische Staaten bis heute außen vor gelassen werden? Was muss geschehen, damit die aktuellen Machtverhältnisse sich der tatsächlichen Bedeutung der verschiedenen Länder der Welt annähern? Und in welchen Bereichen ist der afrikanische Kontinent vielleicht schon auf dem Weg zu einer solchen Veränderung?

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Dr. Karamba Diaby

mit:
* S.E. Dr. Mohamed Abdelhamid Ibrahim Higazy (Botschafter der arabischen Republik Ägypten)
* Dr. Karamba Diaby (SPD-Bundestagsabgeordneter)
* Günter Nooke (Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin und des BMZs)
* Dr. rer. pol. Aissa Halidou (Gesundheits-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin; Community Aktivistin)

moderiert von:
Simon Inou (Geschäftführer von M-Media, Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit)

 

Samstag, 13. Juni 2015
17:00-18:30 Uhr

“Unser Beitrag: Welche Rolle können und sollen Nichtregierungsorganisationen, soziale Bewegungen und Bürger_innen für die Post-2015-Entwicklung spielen?”

*in Kooperation mit moveGLOBAL e.V.
Ein erklärtes Ziel des Post-2015-Prozesses ist die Einbeziehung vieler Bürger_innen in die Diskussionen. Auch bei der Umsetzung der MDG-Nachfolgeziele wird den Menschen, aber auch NGOs und anderen Bürgerorganisationen eine wichtige Rolle zukommen. Wie der ehemalige Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Dirk Niebel, es formulierte: “Denn schließlich ist Entwicklungspolitik vor allem auch Gestaltungspolitik für die globalisierte Welt von morgen. Sie geht damit alle Bürgerinnen und Bürger an!” Doch wie sieht unser eigener Beitrag tatsächlich aus? Inwiefern können sich Bürger_innen, insbesondere aus der afrikanischen Diaspora, wirklich in die Formulierung der Ziele und Maßnahmen einbringen? Und welche Rolle spielen soziale Institutionen wie Migrantenorganisationen bei der Umsetzung der Post-2015-Agenda in Deutschland?

Dorea Pfafferott

Dorea Pfafferott

mit:
* Kafalo Sékongo (Fachpromotor Globales Lernen, EPIZ Baden-Württemberg)
* Andreas Rosen (Stiftung Nord-Süd-Brücken)
* Miriam Siré Camara (Geschäftsführerin von AKOMA Bildung & Kultur gUG)
* Dorea Pfafferott (Kommunen in der Einen Welt)

moderiert von:
* Elisabeth Kaneza (Empowerment-Mentorin, Kaneza Initiative)

 

 

Sonntag, 14. Juni 2015
12:00-13:30 Uhr

“Best Practice Ruanda. Was können andere Länder für die Erreichung der
Milleniums-Entwicklungsziele lernen?

Die große Mehrheit der Länder weltweit wird die für 2015 angestrebten Millenniums-Entwicklungsziele nicht erreichen. Kaum ein Staat vermochte es, alle Bereichen – Armut, Grundschulbildung, Kinder- und Müttersterblichkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Ökologische Nachhaltigkeit, Bekämpfung von HIV/ Malaria, Globale Entwicklungspartnerschaft(en) – entscheidend voranzubringen. Ruanda jedoch zählt mit u.a. Mauritius zu den wenigen Ländern, die diese Ziele aller Voraussicht nach erreichen werden. Worin liegen die Ursachen für diesen Erfolg? Und was können andere Staaten für ihre eigenen MDG-Strategien von Ruanda lernen? Lassen sich Strategien aus einem afrikanischen Land so einfach auf andere Kontinente übertragen? Oder wird damit der Fehler der Entwicklungshilfe in die andere Richtung wiederholt?

Providence Tuyisabe

Providence Tuyisabe

mit:
* Providence Tuyisabe (Vorstand Ruandische Diaspora in Deutschland e.V.)
* Dr. Gerd Hankel (Ruanda-Experte am Hamburger Institut für Sozialforschung)
* Dr. Stephan Klingebiel (Politikwissenschaftler und Abteilungsleiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik)
* Charles Onana (Journalist)

moderiert von:
* Dagmar Dehmer (Journalistin beim Tagesspiegel)

 

 

Sonntag, 14. Juni 2014
15:00-16:30 Uhr

“EPA und TTIP – Fluch oder Segen für afrikanische Märkte?”

„Stoppt EPA!“ „Stoppt TTIP!“ Immer öfter liest man diese Slogans, doch viele fragen sich wahrscheinlich: Was bedeuten diese Abkürzungen? Und was haben sie mit Afrika zu tun? EPA und TTIP sind beides Handelsabkommen, die letztlich dazu führen, dass wirtschaftliche Märkte zwischen der EU und Afrika bzw. den USA geöffnet werden sollen. Das klingt erst einmal nicht so schlimm – offene Märkte könnten mehr Im- und Export bedeuten und damit auch ein größeres Wirtschaftswachstum. Doch warum protestieren dann so viele Menschen gegen diese Abkommen? Was steckt wirklich dahinter? Sowohl EPA als auch TTIP werden gravierende Folgen für den afrikanischen Kontinent haben – nicht nur auf den oft abstrakt wirkenden globalen Märkten, sondern ganz konkret für die einzelnen Menschen: für ihre Jobs, ihr Einkommen und damit ihr Leben. Wer sind die Gewinner der Abkommen? Wie kann Afrika davon profitieren? Auch vor genau 130 Jahren gab es schon ein „Freihandelsabkommen“, in dem es um Afrika ging: die Berliner Kongo-Konferenz, in der die Kolonialmächte den Kontinent nach Gutdünken unter sich aufteilten – mit bis heute spürbaren Folgen. Existieren möglicherweise Gemeinsamkeiten zwischen damals und heute? Oder sind die heutigen Freihandelsabkommen endlich ein Schritt weg von der Kolonialgeschichte?

Boniface Mabanza

Boniface Mabanza

mit:
* Dr. Boniface Mabanza (Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika)
* Roland Süß (Globalisierungskritiker bei attac)
* Prof. Francis A.S.T. Matambalya (Leiter des International Small Enterprise Promotion and Training und Professor an der Universität Leipzig) (angefragt)
* Dr. Clemens von Goetze (Leiter der politischen Abteilung 3 im Auswärtigen Amt) (angefragt)

moderiert von:
Anli Serfontein (Journalistin und Autorin aus Südafrika)