Herzlich möchten wir Sie dazu einladen unsere Podiumsdiskussionen zu besuchen! Sie finden im Mandela-Zelt statt, sind kostenlos und barrierefrei zugänglich.

Sonntag, 5. Juni 2016, 14.30 – 16.00 Uhr
“Perspektiven vor Ort schaffen –
Flucht vermeiden”

Die Nachrichten zeigen uns täglich tausende Flüchtlinge, die unter anderem aus afrikanischen Ländern nach Europa und Deutschland kommen. Dabei geraten in den Diskussionen um das “Managen der Flüchtlingskrise” die Ursachen und Hintergründe der Flucht zu oft in Vergessenheit: Was bewegt die Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern? Wer ist für die Ursachen der Flucht verantwortlich und wie lassen sich diese bekämpfen?
Die deutsche Gesellschaft und Regierung etwa klagt über den großen Aufwand, der mit der Aufnahme der Flüchtlinge verbunden ist, sieht sie als Last. Doch finden von deutschen Unternehmen produzierte Waffen ihren Weg in Kriegsgebiete – aus denen dann Menschen fliehen müssen; u.a. auch nach Deutschland. Gibt es einen Ausweg aus diesem Teufelskreis? Welche Maßnahmen können die Lebensumstände in einzelnen afrikanischen Ländern verbessern? Welche Verantwortung tragen die jeweiligen Regierungen? Was können, was sollten die Staaten Europas dazu beitragen? Flucht ist kein Thema, dass sich auf einzelne Länder abdrängen lässt; es ist ein globales Problem. Wo bleiben die globalen Lösungen dafür, wie sollten diese aussehen?

Es diskutieren:

* Prof. Fidelis Etah Ewane, Dozent für Internationale Beziehungen an der EU Business School, München
* Dr. Benjamin Schraven, Senior Researcher am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik
* Beate Grzeski, Botschafterin, Beauftragte für Flucht und Migration im Auswärtigen Amt

moderiert von:
* Simon INOU, Journalist, Herausgeber des Magazins «fresh. Black Austrian Lifestyle»


Montag, 6. Juni 2016, 17.30 – 19.00 Uhr
“Africa First!?
Afrikas Position in den neuen globalen Nachhaltigkeitszielen”

Im September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN Agenda 2030, besser bekannt als „Nachhaltige Entwicklungsziele“ (SDG). Unter 17 Hauptzielen wurden insgesamt 169 Unterziele vereinbart, die für alle Staaten auf der Erde bis zum Jahr 2030 gelten. Gleichzeitig haben die afrikanischen Staaten 2013 im Rahmen der Afrikanischen Union ihre Agenda 2063 verabschiedet, und im Februar 2015 die „Common African Position“. Welchen Weg werden die afrikanischen Staaten also bis 2030 gehen? Wo sollten sie Prioritäten in den 169 SDG-Zielen setzen? Wie können die „afrikanischen Entwicklungsziele“ aussehen, die zwar garantieren, dass Afrika innerhalb der UN Agenda 2030 bleibt, gleichzeitig aber sicherstellen, dass die Positionen und Entwicklung von Afrika an erster Stelle stehen? Wie Carlos Lopes von der UN Economic Kommission for Africa es formuliert: „Africa First!“

Es diskutieren:

* I.E. Akua Sena Dansua, diplomatische Botschafterin der Republik Ghana
* S.E. Kumar Bramdeo, Vertreter der Afrikanischen Union bei der EU in Brüssel
* Ulrich Post, Leiter der Stabstelle Politik und Außenbeziehungen bei der Welthungerhilfe

moderiert von:
* Dagmar Dehmer-Omondi, Politikjournalistin beim Tagesspiegel. Sie berichtet u.a. über entwicklungspolitische Themen sowie Afrika


Donnerstag, 09. Juni 2016, 19.00 – 20.30 Uhr
Musik über Kontinente hinweg!?

„Musik verbindet Menschen und überwindet Grenzen und Kontinente“ Ein hoher Anspruch – wir konfrontieren ihn mit der Realität und betrachten die Situationen von afrikanischen Musikerinnen und Musikern in Deutschland, aber auch in afrikanischen Ländern. Können sie durch Musik ihren Lebensunterhalt verdienen? Haben es afrikanische oder afrodeutsche Musiker_innen in Deutschland schwerer als andere? Welche Chancen bietet Musik als Wirtschaftsfaktor für afrikanische Länder, z.B. durch Kulturtourismus? Und warum ist es für Musik mit afrikanischen Rhythmen so schwierig, in Europa kommerziell erfolgreich zu sein? Hierüber diskutieren wir mit Musiker_innen aus dem afrikanischen Kontinent und aus Berlin.

Es diskutieren:

* Ezekiel Nikiema, Künstler aus Burkina Faso
* Falou Keita, Künstler aus Senegal
* Rachelle Jeanty, Künstlerin aus Haiti

moderiert von:
* Wolfgang König, Jounalist, u.a. bei Radio multicult.fm


Freitag, 10. Juni 2016, 17.30 – 19.00 Uhr
“Angola & Mosambik:
Das unerwähnte Eldorado”

Die weltweiten Nachrichten vermitteln den Eindruck, dass Bevölkerungsbewegungen nur in eine Richtung gehen: Aus Afrika kommen viele Menschen auf unterschiedlichen Wegen nach Europa.
Doch es gibt auch eine starke Einwanderung nach Afrika aus den ehemaligen Kolonialländern Europas – insbesondere nach Angola und Mosambik. Die Menschen wandern dort ein, um nach einem besseren Leben zu streben. Das Angola und Mosambik so akttraktiv, dass es eine starke Einwanderung aus Europa gibt? Was bieten diese Länder? Wie haben sie es geschafft, und wie können andere afrikanische Länder aus diesem guten Beispielen lernen? Warum wird in den deutschen Medien so wenig über diese Beispiele „umgekehrter Migration“ berichtet?

Es diskutieren:
* Petra Aschoff, Referentin für das Lusophone Afrika, Referat Südliches Afrika bei Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst
* Paulino Miguel, Projektleiter des Bereiches Diaspora, Migration und Entwicklungspolitik beim Forum der Kulturen Stuttgart e.V.
* Isaias Capapinha, Vorsitzender der Angolanischen Union e.V. in Deutschland

es moderiert:
* Anli Serfontein, Journalistin und Autorin aus Südafrika


Samstag, 11. Juni 2016, 14.30 – 16.00 Uhr
“Perspektiven vor Ort schaffen II:
Ist Geld die Lösung?”

Viele Menschen in Deutschland engagieren sich in der einen oder anderen Art für Menschen in Afrika. Sie möchten helfen und die Situation vor Ort zu verbessern. Sei es in einem Verein, der Spenden für eine Schule sammelt oder als Privatperson, deren Familie in einem afrikanischen Land wohnt. Die staatliche Entwicklungshilfe (oder neudeutsch: „Entwicklungszusammenarbeit“) wird oft dafür kritisiert, dass sie ein Geber-Nehmer-Schema verfolge und statt einer Partnerschaft auf Augenhöhe von oben herab auf die afrikanischen Länder herabblicke. Doch wie sieht es bei unserem eigenen zivilgesellschaftlichen Engagement aus? Herrscht hier nicht auch ein „Helfer-Schema“, das finanzielle Unterstützung an „Bedürftige“ gibt? Klar ist, dass es in vielen afrikanischen Ländern Dinge gibt, die verbessert werden müssen. Aber ist eine finanzielle Unterstützung aus Europa tatsächlich der richtige Weg? Oder sollten wir den Fokus mehr auf den Transfer von Wissen und von Know-how legen? Welche Rolle spielen Rücküberweisungen aus der Diaspora, und Rückkehrerinnen?

Es diskutieren:

* Dr. Klaus Schilder, Experte für Entwicklungsfinanzierung, Misereor Büro Berlin
* Dr. theol. Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA
* Dr. Mussie Habte, Politikwissenschaftler und Soziologe
* Gina Wallbach, Projektleiterin People Make Maendeleo e.V.

es moderiert:
* Wendpanga Eric Seguada, Journalist und Kommunikationswissenschaftler