Programm

Jalikebba Kuyateh ist ein dynamischer, virtuoser Kora-Musiker der Stilrichtung des Afro-Manding, Sänger, Komponist und Musiklehrer aus Gambia. Unter Anleitung seines Vaters begann er im Alter von sechs Jahren mit dem Studium der 21-saitigen afrikanischen Stegharfe Kora und spielt dieses Instrument seitdem als Solomusiker

Das Kora-Instrument stammt aus Westafrika und wird oft als Mischung aus Harfe und Laute beschrieben. Es ist ein zentrales Instrument der Mandinka-Kultur und wird traditionell von Griots (Musikern und Geschichtenerzählern aus Familientradition) gespielt, um Geschichtserzählungen, Genealogien und Lobgesänge zu begleiten.

Giddens ist ein in Berlin lebender Künstler, der in Ghana (Accra) geboren wurde. Seine ghanaische Herkunft prägt seine musikalische Identität maßgeblich und bildet einen wichtigen Ausgangspunkt seines künstlerischen Ausdrucks.

In seiner Musik verbindet er Afrofusion, atmosphärischen Pop und Hip-Hop-Einflüsse zu einem Sound, der zwischen Ghana, Berlin und weiteren kulturellen Einflüssen vermittelt. Dabei geht es oft um Themen wie Zugehörigkeit, Identität und das Leben zwischen verschiedenen Welten.

In der Berliner Musikszene ist er bereits durch unabhängige Releases und Live-Auftritte präsent. Außerdem wurde er auf der „Listen to Berlin“-Compilation vorgestellt und im November 2025 als „Artist of the Week“ bei Bayern 3 ausgezeichnet.

Mit Singles wie „Obroni Kokoo“, „Hold Yuh Hand“, „U Feel Lo“ und „Miss Honolulu“ zeigt er die Bandbreite seines Sounds. Sein kommendes Album „Far Too Modular“ führt diese künstlerische Entwicklung weiter.

Afrobeat, Reggae, Blues 

Die Berliner Frauenband FREE SPIRITZ wurde von der nigerianisch-deutschen Sängerin Angela Ordu gegründet. Mit großer musikalischer Offenheit verbindet die Gruppe verschiedene Genres wie Afrobeat, Reggae und Blues und verwandelt eigene Kompositionen sowie Songs aus Nigeria, Ghana und Brasilien in energiegeladene, tanzbare Grooves.

Angela Ordu tourte bereits in den 1990er-Jahren erfolgreich durch Europa und die USA (u. a. im Umfeld von Sony Music) und konnte mit ihrem Song “Rhythm Of Love“ sogar die US-Charts erreichen. Ihre Karriere wurde später durch eine schwere Autoimmunerkrankung (Lupus) und einen Schlaganfall jäh unterbrochen, wodurch sie sich über viele Jahre zurückziehen musste.

Heute steht sie mit FREE SPIRITZ für ein kraftvolles musikalisches Comeback und gelebte künstlerische Resilienz.

Nana ist ein aufstrebender Künstler mit starken Wurzeln aus Ghana und einem kreativen Blick, der afrikanische Einflüsse mit modernen globalen Sounds verbindet. Inspiriert von der kulturellen Vielfalt Westafrikas und seiner persönlichen Geschichte, schafft er Musik, die Tradition und Gegenwart harmonisch vereint.

Sein Stil bewegt sich zwischen Afrobeats inspirierten Rhythmen, zeitgenössischem Sounddesign und authentischem Storytelling. Dabei verarbeitet Nana Themen wie Identität, Herkunft und persönliche Entwicklung – stets mit einem klaren Bezug zu seinen ghanaischen Wurzeln.

Mit wachsender Präsenz auf Plattformen wie Instagram und Spotify baut er sich kontinuierlich eine internationale Hörerschaft auf und positioniert sich als Stimme einer neuen Generation afrikanisch geprägter Künstler.

Highlife, Soukouss, Rumba, Reggae (Demokratische Republik Kongo)

„Loola“ steht für die musikalische Tradition Kinshasas und ist tief in der kongolesischen Musikgeschichte verwurzelt. Inspiriert von Größen wie Kalle Jeff, Franco, Tabu Ley, Miriam Makeba und Manu Dibango, entwickelte Ruffin Nkoy Loola früh den Wunsch, die kongolesische Musik über ihre Grenzen hinaus bekannt zu machen – ganz im Geist seines Idols Papa Wemba.

Bereits als Kind gründete er seine erste Band, geprägt von den Wiegenliedern seiner Mutter und dem direkten Einfluss lokaler Musikgrößen in seiner Nachbarschaft. Im Laufe seiner Karriere folgten weitere Projekte sowie drei veröffentlichte CDs.

Seit 1987 lebt und arbeitet er zwischen Kinshasa, Berlin und Paris und singt in der kongolesischen Sprache Lingala, wodurch seine Musik eine starke kulturelle Verbindung zwischen Afrika und Europa schafft. 

Yoro M’Baye steht für Mbalax- und Sabar-Traditionen aus dem Senegal, in denen Musik und Tanz eine zentrale kulturelle und spirituelle Rolle spielen.

Die Griot-Musiker schaffen durch Rhythmus und Bewegung einen energetischen Ausgleich zwischen Himmel und Erde – die Trommel gilt dabei als im Einklang mit dem menschlichen Herzschlag. Die vielschichtigen Sabar-Rhythmen bilden das Fundament des Mbalax, einer Musikrichtung, die traditionelle westafrikanische Klänge mit globalen Einflüssen verbindet und so eine Brücke zur Weltmusik schlägt.

Auch der Sprechgesang hat in der Griot-Tradition eine lange Geschichte: Inhalte des Alltags, soziale Themen und aktuelle Ereignisse werden über die Stimme in musikalisch-poetische Formen übersetzt – eine Ausdrucksweise, die dem heutigen Rap in ihrer Funktion sehr nahekommt.