KENAKO - Afrika Festival vom 04.06 bis 14.06.2026
Berlin-Washingtonplatz
Programm

Frieden in Zeiten globaler Kriegsführung

Motto 2026

Kriegerische Konflikte prägen die Menschheitsgeschichte bis heute, werden in Europa jedoch meist selektiv wahrgenommen: Während der Krieg in der Ukraine oder der Konflikt zwischen Israel und Palästina große Aufmerksamkeit erhalten, bleiben langanhaltende und eskalierende Konflikte in vielen Ländern Afrikas – etwa in Burkina Faso, dem Sudan, Äthiopien oder dem Ostkongo – weitgehend unbeachtet. Dabei sind Millionen Menschen von Gewalt, Flucht, Hunger, Klimafolgen und dem Zusammenbruch staatlicher Strukturen betroffen, oft als Folge kolonialer Grenzziehungen, postkolonialer Ungleichheiten und internationaler Vernachlässigung. Gleichzeitig profitieren Länder des Globalen Nordens wirtschaftlich von diesen Konflikten, etwa durch Waffenexporte oder westlich geprägte Friedensmissionen, die lokale Perspektiven häufig ausblenden. Klimawandel, politische Instabilität und soziale Ungleichheit werden künftig das Konfliktrisiko weiter erhöhen. Vor diesem Hintergrund besteht ein großer Bildungsbedarf: für ein besseres Verständnis globaler Zusammenhänge, postkolonialer Machtstrukturen und der vielfältigen Auswirkungen von Krieg auf Gesundheit, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, insbesondere in Deutschland das Bewusstsein für die eigene Verstrickung zu schärfen und Menschen zu ermutigen, sich aktiv als Friedensmacher*innen in einer global vernetzten Welt zu engagieren.

Impressionen des Festivals