Donnerstag, 11. Juni 2015, 14:00 Uhr MAMA AFRIKA-Zelt
“Trash is Cash”

Regie: Allesandra Argenti, Produktion: Cultural Video Foundation, Kenia 2008
Dokumentarfilm (20 min), empfohlen ab 14 Jahren

In Dandora, einem der Slums von Nairobi, wachsen die Abfallberge in den Himmel. Gleichzeitig haben die meisten Bewohner_innen keine Arbeit. Der Film stellt verschiedene kreative Recycling-Ideen vor. So entstehen aus den Müllbergen Biogas, Kompost, Brennstoffe, Sandalen. Jugendliche erklären, weshalb sie die Initiative wichtig finden und laden uns ein, unsere Vorstellungen von Afrika zu überdenken.

Samstag, 13. Juni 2015, 11:00 Uhr MAMA AFRIKA-Zelt
“La Veuve (Die Witwe)”

in Anwesenheit des Regiesseurs Ebenezer Kepombia
Kamerun 2012, französisch mit deutschen Untertiteln

“La Veuve” zeigt das Leben zweier Frauen nach dem Tod ihrer Männer. Sopita bekommt von ihren Schwiegereltern nur Grausamkeiten zu spüren. Sie achten kleinlich darauf, dass sie sich an die qualvollen Traditionen hält, und verweisen sie ihres Hauses. Mamy Ton dagegen scheint weitaus glücklicher dran: Sie verschwendet das Vermögen ihres Mannes – ganz zum Leidwesen ihrer Kinder. Doch plötzlich werden beide des Mordes an ihren Männern bezichtigt…

Samstag, 13. Juni 2015, 16:00 Uhr MAMA AFRIKA-Zelt
“Darwins Nightmare (Darwins Albtraum)”

Produktion: Herbert Sauper, Frankreich/ Österreich/ Belgien 2004 (107 min)
Original mit deutschen Untertiteln

In den 1960er Jahren wurde als wissenschaftliches Expiriment in Afrika ein gefräßiger Raubfisch ausgesetzt: der Viktoriabarsch. Während dieser zu Höchstpreisen um die Welt geht, versinkt die einheimische Bevölkerung im Elend. Doch damit nicht genug. Die Flugzeuge, die den Rest der Welt mit edlen Fischfilets versorgen, transportieren auf ihrem Rückweg Waffen. Das Elend Vieler als Voraussetzung für den Wohlstand Weniger – der Film des Österreichers Hubert Sauper ist ein Lehrstück für Ökologie und Ökonomie.

Sonntag, 14. Juni 2015, 12:00 Uhr MAMA AFRIKA-Zelt
“Brothers”

in Anwesenheit des Regiesseurs Azubuike Erinugha
Nigeria/ Deutschland 2015
Englisch/ Igbo/ Deutsch mit deutschen Untertiteln

Höchst interessant an diesem Film erscheint die neue Sicht auf das Thema “Integration”, die oft in eurozentrischer Wahrnehmung dargestellt wird und den internationalen Diskurs beherrscht. Der Film ist eine Annäherung, die letztlich immer noch bestehende hegemoniale Denkweise des globalen Nordens über den Süden und die Kluft zwischen Afrika und Europa zu neutralisieren. In “Brothers” begibt sich eine deutsche Frau auf die Reise in eine ferne, ländliche Region im Südosten Nigerias, um die Familie ihres zukünftigen Mannes kennenzulernen. Hierbei stößt sie auf eine ihr noch nicht bekannte Fremdartigkeit von Musik, Symbolik, Kunst und anderen kulturellen Verschiedenheiten..